Männerriegenreise 2018 ins Allgäu/Bayern

Der von unserem Hans Baer an der letzten GV vorgetragene Vorschlag, er würde die nächste Männerriegenreise ins Allgäu organisieren, fand bei der Mitgliedschaft einhellige Zustimmung. Das von ihm später in Zusammenarbeit mit unserem Riegenleiter präsentierte Programm beinhaltete ein interessantes, inhaltsreiches und vielseitiges Programm, an dem man sich nur erfreuen konnte.

Sozusagen unter dem Motto „eins, zwei, drei auf der -Reise  sind wir frei“ konnten 16 Anmeldungen verbucht werden. Dieser Leitspruch identifiziert sich mit dem urwüchsigen Emblem der „vier zusammengefügten F = frisch, fromm, fröhlich, frei“ des Schweiz. Turnverbandes. In den folgenden Abschnitten wiedergebe ich das Geschehen der zweitägigen Reise. 

Mit grosser Erwartung und Vorfreude starteten 16 Reiselustige der Männerriege bei schönsten Wetterbedingungen am Donnerstag, 6. September, 07.00 Uhr, vom Chratz aus mit dem von Albert Staub gelenkten Bus in Richtung Ostschweiz. Ein erster Halt gab es um die Znünizeit beim landwirtschaftlichen Familienbetrieb Reutimann in Unterstammheim, im Hinblick auf eine Führung rund um den stattlichen Hof. Von Interesse war auch die zum Standbein der Landwirtschaft gehörende Bewirtschaftung der Hopfenplantage und die dazugehörige Bierproduktion mit dem Hofladen. Nach dem freundlichen Empfang wurden wir vom Junior-Chef Christof bei einem Kaffee in globo über die Betriebsabläufe informiert. Bei der anschliessenden Begehung der Hopfenbepflanzung, die bei der Bierherstellung eine grosse Rolle spielt, wurde uns bald einmal klar, dass die Pflege und Hege der bis zu 10 Meter hohen Planzen mit allem drum und dran sehr aufwendig sein muss. Gemäss den Informationen von Christof werden Teile der Hopfen je nach Geschmacksrichtungen, bezogen auf die Kundschaft, gekreuzt. So konnten wir auch Hopfenblüten mit den Fingern zerreiben, wobei wir u.a. bei den Einen einen Zitronen- und bei den Anderen einen Mandarinengeschmack herausriechen konnten. Nach dem Durchgang in der Plantage ging es in den Event-Raum, wo wir die Kombination der Bierherstellung einsehen konnten. Dass man mit Hopfen nicht nur Bier herstellen kann, ist verifiziert. Offenbar werden sie auch als Arzneimittel eingesetzt. Für Tabaksüchtige ist im Angebot der Familie Reutimann auch „Hopfenschnupf“, den wir an der illusteren Schnupfanlage inhalieren durften und darnach dröhnend „herauspfnuchsen“  mussten. Zuletzt kamen wir vor unserem Weggang in den Genuss von einem Znüni in Form vom Dorfmetzger fabrizierten Schweinswürstli mit hausgemachtem Bier. Abschliessend kann gesagt werden, dass wir eine hochinteressante Führung, die Jedermann in Gruppen beanspruchen kann, durchlebt haben. Unsere Reise in Richtung Bayern führte um ca. 11.00 Uhr nach Konstanz und von dort mit der Fähre nach Meersburg/D. Die Fahrt ging weiter nach Mühlhofen. Im Rest. Sternen verpflegten wir uns à la Carte mit Speis und Trank. Anschliessend besuchten wir in der nämlichen Gemeinde das neu erstellte und grossflächige Traktorenmuseum, das sich mit einer grossen Palette von alten und uralten Traktoren, sowie anderen, museumsreifen Gerätschaften präsentierte. Mit unserem Intensivprogramm kamen wir etwas in Zeitverzug, was unsere Stimmung nicht beeinflusste. Die Weiterfahrt am späteren Nachmittag führte uns nunmehr ins Allgäu in Richtung unseres Zieles nach Wald. Wegen des inzwischen einsetzenden Verkehrs kamen wir durch die verschiedenen Staus nochmals in Zeitnot. Beim Durchfahren des letzten Abschnittes konnten wir beobachten, dass vielerorts im Allgäu an Waldrändern reihenweise hochstämmige Tannen vom Borkenkäfer heimgesucht worden waren. Um ca. 19.30 Uhr kamen wir im ländlichen Ressort Berghof/Wald an. Genau zu dieser Zeit prasselte ein lang ersehnter Platzregen nieder. Der Familienbetrieb Babel wurde in den zurückliegenden Jahren aus einem landw. Anwesen weiträumig in Richtung Tourismus ausgebaut und mit einer selbständig florierenden Käserei und Bierbrauerei erweitert. Nach unserer Ankunft wurden uns die Zimmer zugeteilt und anschliessend kamen wir im restaurantbetriebenen Nebengebäude zu einem bodenständigen Abendmahl in Form von Kesselfleisch (Schweins- und Rindsgesottenes) mit Sauerkraut und Kartoffeln. Dazu haben wir unser Durstgefühl aus dem opulenten Mahl mit dem hauseigenen Bier gelöscht. Nach einem gemütlich kameradschaftlichen Zusammensein war in den zugewiesenen Zimmern Nachtruhe angesagt. Der folgende Tag erwartete uns am grosszügigen „Zmorgebuffett“ bei durchzogenen, aber trockenen Wetterbedingungen. Nach dem Morgenessen konnten wir unter Führung von Senioren–Chef, Herbert Babel, die gut ausgebaute und teils neue Infraktur des Ressorts einsehen. Der Landwirtschaftsbetrieb ist aufgrund der topografischen Verhältnisse auf Milchwirtschaft ausgerichtet. Derzeit werden rund 70 Milchkühe gemolken und eine gleiche Anzahl, inkl. Rindern, sind bis im Herbst auf der Alp ferienabwesend. Deren tiergerechte Haltung kann besonders hervorgehoben werden. Die erwirtschaftete Milch wird täglich in der betriebseigenen Käserei weiterverarbeitet und die Käse-Produkte werden im angegliederten Hofladen zum Verkauf angeboten. Danebst konnte uns Herbert Babel über die im gleichen Gebäudeteilteil eingebaute Bierproduktionsanlage informieren. Zum Abschluss konnten wir das eigen produzierte Bier zusammen mit Käse degustieren. Der Aufenthalt  im Familienbetrieb wird für uns immer in Erinnerung bleiben. Gegen die Mittagszeit fuhren wir bis zum  Alpsee, wo eine Wanderung angesagt war. Währenddem elf Kameraden den Fussmarsch in Angriff nahmen, haben es die restlichen fünf vorgezogen, weiterhin im Bus zu verbleiben. Am Ende des Sees haben wir uns im Rest. Jägerhof wieder getroffen. Nun folgte der Abschlussakt der Reise. Mit dem Bus fuhren wir weiter in Richtung Oberstaufen. Um ca. 15.00 Uhr fuhren wir letztlich auf einem kaum gut fahrbarem Strässchen auf eine Anhöhe direkt zur Besenbeiz Blockhütte. Bei sonnigem Wetter nisteten wir uns auf der Terrasse//Vorplatz gemütlich ein. Zu dieser Zeit hatte unser Reiseleiter, Hans Baer, bereits das Zepter übernommen und die Reservation veranlasst. Bei einem ersten Bier liessen wir uns mit einem aufgebauschten Wurst/Käsesalat verwöhnen. Dann kam die grosse Ueberraschung, die uns Hans servierte. Plötzlich standen zwei ältere,.  trachtenbekleidete Allgäuer Urgesteine mit ihren Musikintrumenten da. Unkompliziert überrieselten sie uns mit zahllosen Musikstücken aus der Gegenwart und Vergangenheit. das unserem Gusto entsprach. Bereits nach den ersten Aufspielungen kam eine grandiose Stimmung auf. Unserer paar Sängerknaben liessen es sich dabei nicht nehmen, einige vorgespielte Stücke stimmgewaltig mitzusingen, um so die Ambiente zusätzlich aufzuheizen. Dieser Auftritt wird uns ewig in Erinnerung bleiben. Ca. 18.00 Uhr sind wir leider zur Fahrt nach Hause aufgebrochen, um ins traute Heim zurückzukehren. Unbestritten ist, dass unser Reiseleiter, Hans Baer, und unser Riegenleiter, Charly Tanner, eine sehr gut organisierte, erfreuliche 2tägige Reise ins Allgäu geboten haben. Herzliche Gratulation und vielen Dank an Hans für die aufwendige Programmgesaltung und im besonderen für das Engagement der beiden Musikus in der Besenbeiz Blockhütte. Ebenso verdanken wir den Einsatz von Charly im Zusammenhang mit den finanziellen Abwicklungen.Grosses Lob muss man unserem Chauffeur, Albert Staub, zusprechen, denn er hat uns mit seinem subtilen und ruhigen Fahrstil wieder heil nach Hause gebracht.

Heinz Schwarz