Männerriegenreise 2025 – Solothurn

Donnerstag, 28.8.2025

Am Mittwochabend vor unserer Reise nach Solothurn werfe ich noch einen Blick auf den Regenradar und Oh Schreck, das heisst nichts Gutes für Donnerstagmorgen. Regen, nichts als Regen, Gewitter und nochmals Regen werden prognostiziert.

Am Donnerstagmorgen, schon um fünf Uhr stehe ich auf, einen Blick nach draussen und Oh Wunder, es regnet noch nicht. Um 06.30 Uhr fahre ich zur Bäckerei Pfyl, um für 8 Teilnehmer Kaffee und Gipfeli zu organisieren. Nachher mache ich mich zu Fuss auf den Weg zum Parkplatz Chratz. Es regnet immer noch nicht. Gleichzeitig mit mir taucht auch schon als erster Teilnehmer Andreas Müller auf, wenige Minuten später Albert Staub mit einem nigelnagelneuen neun Plätzer Bus. Kurze Zeit später, noch vor 07.00 Uhr sind alle acht Teilnehmer versammelt und geniessen Kaffee und Gipfeli.

Kurz nach sieben Uhr fahren wir ab in Richtung Grenchen. Kurz nach Sihlbrugg beginnt es zu regnen, ja schon bald zu schütten. Wie immer auf der Fahrt nach Luzern fahren wir bei Buchrain in einen Stau. Es dauert allerdings nicht lange und wir rollen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit weiter. Bevor wir auf die A2 einlenken, stecken wir schon wieder in einem Stau fest, diesmal allerdings etwas länger. Schon bald müssen wir eine Rettungsgasse bilden, denn ein Krankenwagen will nach vorne. Wir rollen langsam vorwärts, bis die beiden Fahrspuren auf eine reduziert werden. Ja, und nun sehen wir einen roten Wagen, die Schnauze stark eingedrückt, verkehrt auf der Fahrbahn stehen. Nach einer knappen halben Stunde haben wir endlich freie Fahrt.

Aber wie lange? Beim Autobahndreieck Härkingen stecken wir schon wieder fest. Mal schneller, mal langsamer tuckern wir in Richtung Solothurn. Kurz nach der ersten Ausfahrt Solothurn können wir unseren Bus ausprobieren. Endlich!

Mit 45 Minuten Verspätung, biegen wir nach Grenchen ab, wo Gipfeli und Kaffee im Restaurant Velodrome auf uns warten. Hier ist die einzige Radrennbahn der Schweiz, auf der noch Bahnfahrer trainieren, und internationale Rennen austragen. Nach Besichtigung einiger Bahnvelos kapern wir wieder unseren Bus und fahren weiter zum Parkplatz des Parktheaters.

Hier werden wir schon erwartet und gemeinsam schlendern wir zur Uhrenmanufaktur Fortis-Watches, wo wir von einer Dame und einem Herrn empfangen werden. Regenschirme und Jacken ablegen und schon befinden wir uns in einem Werkraum, in dem zwei Uhrmacher arbeiten. Der eine montiert eine Serie Uhren und der andere ist mit Reparaturen beschäftigt. Für eine Uhr benötigt er ungefähr einen halben Tag. Die Firma verlangt 420.00 Franken, zusätzlich werden die ausgewechselten Teile verrechnet.

1912 wurde die Firma von Walter Vogt gegründet. Seine Vision: Präzisionszeitmesser für die ganze Welt. In den 40er-Jahren kam Fortissimo auf den Markt, eine der ersten wasserdichten Armbanduhren. In all den Jahren war Fortis bekannt für die Qualität ihrer Uhren. In den 70er-Jahren kam Flipper, die erste Kunststoffuhr (Vorläufer der Swatch) auf den Markt. Fortis war bei allen Neuerungen der Armbanduhren immer an vorderster Front dabei. Ja, man verzettelte sich, was sich zu rächen begann. Fortis ging es schlecht und schlechter und 2018 kaufte Yupp Philipp, ein Deutscher Kaufmann die Firma. Ein neues Konzept musste her. Nur noch wenige Modelle sollten gebaut werden, dafür nur im höheren Preissegment.

Heute baut Fortis nur noch «Männeruhren», z.B. Flieger, Novonaut, Marinemaster, Vagabond und Stratoliner.

Es arbeiten etwa 15 Personen für die Firma, darunter fünf Uhrmacher. Diese fünf Mitarbeiter tragen die Firma. Zum Schluss zeigte man uns die ganze Kollektion an Uhren. Eine Fortis Uhr kostet zwischen knapp 2000 und 8000 Franken.

Nach 11/2 Stunden verlassen wir die Firma mit vielen bleibenden Eindrücken und spazieren zum Ortsmuseum, wo viel über das Leben in der Uhrenstadt gezeigt wird.  Als Leckerbissen sehen wir auch einen kleinen Teil einer Rakete, die mit Fortis Uhren bestückt im Weltall war.

Pünktlich um 12.00 Uhr verlassen wir die sehr grüne Stadt Grenchen und fahren zur Talstation der Weissenstein Luftseilbahn. Der Nebel, der am Morgen bis ins Tal reichte, hat sich in der Zwischenzeit fast bis zum Gipfel zurückgezogen. Trotzdem sehen wir nicht sehr viel, denn es regnet immer noch leicht und von den Berner Alpen sieht man gar nichts. Das Hotel Weissenstein (1280 m ü. M.) ist nur wenige Meter von der Bergstation entfernt. Aussteigen und nach wenigen Metern betreten wir das Restaurant, wo wir erwartet werden.

Nach einem feinen Mittagessen verlassen wir das Hotel, um im Restaurant Sennhaus Kaffee und Dessert zu geniessen. Allerdings machen sich zwei einsame Wanderer, unser Präsident, Ernst Hottinger und unser Riegenleiter Charlie Tanner auf den Weg, um die vorgeschlagene Wanderung zum «Hinteren Weissenstein» unter die Füsse, bessergesagt unter die Schuhe zu nehmen. Es regnet nun nicht mehr, aber es ist ziemlich frisch.

Nach rund einer halben Stunde kommen auch die Wanderer zum verdienten Kaffee. Schon bald machen sich die beiden auf den Rückweg, um die restliche Mannschaft im Restaurant Sennhaus zu treffen. Und jetzt nochmals einen Kaffee geniessen, bevor wir hinauf zur Weissensteinbahn spazieren.

Leider hat sich das Wetter nicht gebessert. Es regnet nicht, aber im oberen Teil hat es noch Nebel und im unteren Teil hat man gute Sicht auf Solothurn und Umgebung. Die Alpen verstecken sich immer noch.

Nun fahren wir im Bus zur Tiefgarage Berntor in Solohurn. Wir schnappen unser Gepäck und tragen es ca. 100 Meter zum Hotel «An der Aare». Wir werden schon erwartet und erhalten unsere Zimmerschlüssel. Das Hotel ist ein altes Spital, was man an der Anordnung der Zimmer noch feststellen kann.

Eine halbe Stunde später sind wir unterwegs, um uns einen kleinen Überblick über die Stadt zu verschaffen. Klein, aber fein. An der Solothurner «Riviera» genehmigen wir uns den wohlverdienten Aperitif, bevor wir zum Nachtessen ins Restaurant «Sommergarten Altes Spital» dislozieren. Zu unserem Leidwesen ist es zu kalt, um im wunderschönen Garten zu speisen.

Also essen wir notgedrungen im Innern. Nach einem guten Nachtessen und gemütlichem Zusammensein lassen wir gegen 23.00 Uhr den Tag ausklingen.

 

Freitag, 29.8.2025

Am Freitag ist um 08.00 Uhr frühstücken angesagt. Aber die ersten von uns sind schon früher da. Kurz vor 09.00 Uhr schlendern wir wieder mit Sack und Pack zur Tiefgarage und fahren zum Restaurant «Kreuzen», wo wir parkieren können.

Schon sind wir auf einem kleinen Spaziergang in die Verenaschlucht. Unseren Waldexperten schlagen die Herzen höher, denn sie sind hell begeistert vom Wald, sehr grün und vor allem haben viele Bäume lange, ganz gerade Stämme! Zuhinterst in der Schlucht befindet sich die Einsiedelei, bestehend aus zwei barocken Kapellen, der Ölberggrotte und der Einsiedelei, die von einem Eremiten bewohnt wird.

Nach der Enthauptung von Urs und Viktor, zwei thebäischen Legionären, reiste Verena, die Verlobte von Viktor, nach Solothurn. Unweit der Stadt, in einer wilden Schlucht, der heutigen Verenachlucht, fand sie Unterkunft. Während Jahren hauste sie da und pflegte Kranke. Die Kinder der Armen besuchten sie und hörten ihren Geschichten zu, währendem sie die Kinder wusch und kämmte. Von bösen und neidischen Menschen verfolgt, hielt es Verena nicht länger aus. Sie nahm Abschied von den Gräbern der beiden Thebäer und fuhr auf einem Mühlstein sitzend, flussabwärts, bis dorthin, wo die Aare in den Rhein mündet. Bis zu ihrem Tod im Jahre 344 lebte sie in Zurzach, wo sie begraben liegt.

Die Einsiedelei bestaunen, die beiden Kapellen besichtigen und schon geht es zurück nach Solothurn, denn um 10.30 Uhr haben wir eine Stadtführung, die beim Baseltor beginnt. Apropos Baseltor: In alle vier Himmelsrichtungen hatte es früher Stadttore, heute sind es noch drei. An allen vier Stadtausgängen gibt es heute dafür Tiefgaragen, denn die Stadt ist autofrei.

Nachdem wir die Tiefgarage verlassen und das Baseltor passiert haben, werden wir von unserem Stadtführer, Herr Kiefer angesprochen, ob wir die Männerriege Hausen a. A. seien. Wir kehren vor das Stadttor zurück und betrachten die Schanzen, die Stadtmauer und das Stadttor.

Die heute noch erhaltene Stadtmauer, die Ecktürme und Schanzen wurden im 16. Jahrhundert gebaut. Die Mauer wurde aus massiven Kalksteinquadern errichtet und verfügt über bis zu 4 Meter dicke Mauern. 1667 wurde mit dem Bau eines sternförmigen Schanzenrings nach französischem Vorbild begonnen. Die Bauarbeiten dauerten bis 1700 und sorgten dafür, dass sich Solothurn sehr stark verschuldete. Nach der Fertigstellung der Anlage wurde ein Gutachten über die Tauglichkeit erstellt. Das Resultat war ernüchternd, die Anlage erfüllte die Anforderungen nicht. Allerdings wurde das Verteidigungswerk nie auf die Probe gestellt.

Nach diesem Exkurs in die Vergangenheit schlendern wir an der St. Ursen-Kathedrale vorbei in Richtung Aare und kommen zur St. Peterskapelle.

Hier wird der beiden Märtyrer Urs und Viktor, zwei Thebäischen Legionären gedacht, die nach einem Massaker im heutigen St. Maurice nach Solothurn flüchteten, Diese wurden vom Stadthalter festgenommen und auf der Aare geköpft. Leiber und Köpfe fielen ins Wasser. Die beiden Leiber nahmen die Köpfe unter die Arme uns wateten zu einer Bucht, wo sich Christen heimlich trafen. Dort wurden sie begraben.

In der Kapelle besuchen wir im Keller, den wir durch eine Falltür erreichen, die Überreste früherer Gedenkstätten. Ja sogar ein Stück einer alten Strasse, mindestens einen halben Meter tiefer gelegen als die heutige, ist noch vorhanden.

Nun schlendern wir vorbei an vielen schönen alten Häusern, die wohlhabende Familien gebaut haben. Solothurn heisst auch die Ambassadorenstadt.

Ein Ambassador war ein Gesandter Frankreichs. Der erste Ambassador residierte 1530 in Solothurn. Seine wichtigste Aufgabe war es, Schweizer Söldner für die Französische Krone anzuwerben, ein sehr einträgliches Geschäft für die Ambassadoren und die wichtigsten politischen Führer Solothurns.1792 wurde der Vertrag gekündigt und der Französische Gesandte residierte zuerst in Baden, dann in Basel und ab 1799 in Bern.

Als nächstes schlendern wir entlang der Riviera von Solothurn, wo man viele Restaurants und Kneipen findet. So und jetzt geht es wieder hinauf in die Stadt bis zum Friedhofplatz. Früher, zur Römerzeit, war hier ein Friedhof, der ausserhalb der damaligen Stadtmauer lag, wie das heute noch in den muslimischen Ländern der Fall ist.

Als nächstes schlendern wir zum Zytgloggeturm. Er war nie bewohnt, diente aber vor allem als Wachturm. Es wurde nicht nach fremden Soldaten Ausschau gehalten, sondern nach ausbrechenden Feuern, was damals verheerend war, denn alle Häuser bestanden aus Holz. Nicht weit entfernt ist das Hotel Krone, die erste Wahl in Solothurn. Und schon stehen wir vor der St. Ursen-Kathedrale. Leider ist die Zeit schon vorbei und es reicht nicht mehr für einen Besuch.

Also verabschieden wir Herr Kiefer, der uns so viel Interessantes zu erzählen wusste.

So, jetzt haben wir alle Hunger, wir steigen in unseren Bus und ab geht die Fahrt nach Biberist, zum Restaurant Enge. Leider ist es immer noch zu kalt, um im Garten zu essen, also hinein ins Restaurant.

Auf der Speisekarte finden wir einige Salate und andere gute Sachen zur Auswahl. Ich und mehrere Kollegen entschliessen uns für einen Siedfleischsalat. Das Essen ist gut und preiswert. Nach einem Kaffee sitzen wir wieder im Bus.

Jetzt fahren wir nach Niederbuchsiten zur «Juraworld of Coffee». Aber oh weh, wir fahren schon wieder in einen Stau. 30 Minuten länger soll die Fahrt dauern. Bei der ersten Ausfahrt verlassen wir die Autobahn und fahren über die Landstrassen. Am Schluss haben wir nur noch 20 Minuten Verspätung. Aber kein Problem, wir werden trotzdem freundlich erwartet.

Nach wenigen Minuten können wir eintreten und werden von einer Kaffeebohne durch die Ausstellung geführt. Wir erfahren, wie die erste Kaffeebohne entdeckt wurde, wie der Kaffee von den arabischen Ländern nach Europa und in die übrige Welt seinen Weg fand. Anschliessend erfahren wir, wie die erste Kaffemaschine und weitere Modelle der Firma «Jura» entstanden. Es war sehr interessant. Bevor wir wieder nach draussen gelangen, befinden wir uns in einem Kinosaal. Die ersten beiden Reihen haben Stühle, die sich bewegen, die anderen sind fest am Boden verankert. Nun erleben wir einen Trickfilm, wie eine Kaffebohne ihre Heimat sucht und findet. Immer wieder werden wir auf unseren beweglichen Stühlen angehoben oder wir werden durchgeschüttelt.

Als nächstes werden wir zu Trophäen von Roger Federer geführt. An einer Wand sind alle seine Grand Slam Titel notiert, sowie seine Pokale ausgestellt. Auf der gegenüberliegenden Seite sind Kästen angebracht, in denen Roger über sich und seinen Sport berichtet, Sehr sympathisch.

Zu guter Letzt landen wir im Kaffee. Ein Kaffee ist gratis, alles andere muss bezahlt werden. Es wird uns noch Patisserie präsentiert und einige Teilnehmer greifen zu. Mir sind sie zu süss.

Die Heimfahrt verläuft problemlos und pünktlich sind wir in Hausen a. A. Kurz vor dem Parkplatz Chratz bedankt sich unser Präsident bei mir für die Organisation und bei Albert Staub für das Fahren.

Der Reise- und Riegenleiter

Karl Tanner

Teilnehmer:
Von links nach rechts: Heinz Kellenberger, Hans Baer, Ueli Baumann, Ernst Hottinger, Karl Tanner, Albert Staub, Heinz Schwarz und Andreas Müller

Die Männerriege sucht Mitglieder!

Die Männerriege feiert im 2025 den 88-jährigen Geburtstag. Zum Jubilieren haben wir derzeit keinen Grund, denn seit einigen Jahren haben wir in der Riege einen besorgniserregenden Mitgliederschwund, infolge Todesfällen, Altersbeschwerden und wenigen Eintritten, zu verzeichnen. Von einem ehemaligen Höchststand von rund 40 Mitgliedern, sind wir heute auf ein «Trüpplein» von 15 Turnern abgerutscht. Um die Riege «am Leben» zu erhalten, sind wir dringend auf Neumitglieder angewiesen.

Aus den Statuten der MR ist zu entnehmen, dass die Riege im Jahre 1937 gegründet wurde. Als Untersektion untersteht sie dem Turnverein Hausen a.A. Sie bezweckt turnerische Tätigkeiten, Spiele und Angebote, welche sich positiv auf die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden auswirken, sowie der Pflege sozialer Kontakte und Geselligkeit dienen. Sie ist politisch und konfessionell neutral.

Der Turnbetrieb beim Schulhaus Weid findet in der Halle wöchentlich am Mittwoch zwischen 18.30 und 20.00 Uhr statt. Während den Schulferien werden andere Aktivitäten angeboten, da die Halle geschlossen ist. Das jeweilige vom Riegenleiter verfasste Jahresprogramm zeigt auf, dass man sich immer auf gut organisierte Anlässe freuen kann, wie Abendwanderungen, Grillabende in der freien Natur, Petanque, Minigolf, zweitägige Männerriegenreise und anderes mehr.

Wie hoffen, dass bei der Leserschaft die vorliegenden Informationen, gut angekommen sind. Es würde uns sehr freuen, wenn sich Interessierte ab 40+, uns beim Turnen, im Hinblick auf einen möglichen Eintritt in die MR, unverbindlich besuchen würden.

Weitere Auskünfte könnte man sich bei unserem Riegenleiter, Charly Tanner, unter 079 744 65 48, einholen.

Der Aktuar a.i.: Heinz Schwarz

 

 

GV Männerriege 2024

Die Mitgliedschaft wurde schriftlich zur anstehenden GV 2024 auf den 18.12.2024 ins Restaurant Schönegg in Hausen a.A. eingeladen. Vor dem administrativen Teil wurde der aus der Vereinskasse finanzierte warme Imbiss, in Form von Piccata, Tomaten-Spaghetti und Salat serviert. Für die angenehme und freundliche Gastfreundschaft und dem vorzüglichen Speiseangebot danken wir Röbi und seinem Team ganz herzlich.

Stellvertretend für den leider verstorbenen Präsidenten, +Fredi Steiner, übernimmt der Riegenleiter Charly Tanner den Vorsitz der Versammlung. Er eröffnet die GV der Männerriege um 20.15 Uhr, und begrüsst die leider schwach dotierte Turnerschar und die dazugekommenen zwei Gäste, Jaqueline Loretz, Präsidentin TV Hausen und Felix Bär, Kassier TV-Veteranen, ganz herzlich. Die Abwesenheit unseres Ehrenmitgliedes und Vize-Präsidenten Albert Staub, ist mit einem Spitalaufenthalt begründet. Wir wünschen ihm gute Besserung. Als Einleitung der GV stimmte man mit unseren Stimmgewaltigen das Lied «was ziehet so munter das Tal entlang» noch nachhaltig an.

Gemäss Präsenzliste haben 13 Mitglieder und 2 Gäste an der Generalversammlung 2024 teilgenommen. Es ist erfreulich, dass vom derzeitigen 15-köpfigen Mitgliederbestand 13 Mitglieder den Weg zur Versammlung gefunden haben

In den vergangenen zwei Jahren resultierte stossweise ein Mitgliederschwund von 29 auf heute 15 Mitgliedern. Im 2024 haben wir den Austritt von Basone Calagero wegen gesundheitlichen Problemen zu verzeichnen. Die Todesfälle der beiden Vorstandmitglieder, +Fredy Steiner, Präsident und +Funk Fredy, Aktuar, hinterlassen in der Riege eine grosse Lücke. Als Ehrenbezeugung für die Verstorbenen, wurde eine Schweigeminute eingeschaltet.

Für die nächste Periode 2025/26 sind der Präsident, der Riegenleiter, und der Aktuar neu zu wählen. Zudem sind die beiden Revisoren im Jahresturnus 2025 zu bestimmen. Unter diesen drei Mandaten ist derzeit wegen den zitierten Todesfällen nur der Riegenleiter Charly Tanner präsent zur Wiederwahl. Heinz Kellenberger beantragt der Versammlung die Wiederwahl des Portierten, was das Gremium mit grossem Applaus quittierte. Bezüglich des vakanten Präsidialamtes gibt der Vorsitzende der Versammlung bekannt, dass man einen mustergültigen und fleissigen Ersatz in der Person von Ernst Hottinger gefunden habe und ihn der Versammlung bestens zur Wahl empfehle. Mit einstimmigem Ja-Ergebnis wurde Ernst mit Applaus zum Präsidenten der MR gewählt.

Der Vorsitzende informiert die Versammlung, dass man, trotz breit gefächerter Suche nach einem neuen Aktuar, aus der Riege keinen Interessenten gefunden habe. So hat er kürzlich den Schreibenden, Ex-Aktuar, für ein Wiedereinstieg ins Aktuariat angesprochen. Es kam letztlich zu einem Deal, indem ich das Mandat nachhaltig betreuen werde, bis ein entsprechender Interessent für den Vorstand gefunden wird. 

Der Vorstand konstituiert sich im 2025 wie folgt:

  • Hottinger Ernst, Präsident (neu)
  • Staub Albert, Vize-Leiter/Vize-Präsident (bisher)
  • Tanner Charly, Riegenleiter (bisher)
  • Kellenberger Heinz, Beisitzer/3. Riegenleiter (bisher)
  • Baumann Ueli, Kassier (bisher)
  • Aktuar, (vakant)

Für seine zuverlässige Zahlenarbeit erhält unser Kassier Ueli Baumann von der Versammlung grosses Lob. Trotzdem kann er mit den Einnahmen wenig Positives berichten. Wir befinden uns derzeit, ohne Zahlen zu nennen, in einem finanziell besorgten Zustand, welcher auch mit dem Mitgliederschwund einen Zusammenhang hat.

Gemäss dem von unserem Riegenleiter ausgearbeiteten Organigramm für die Vereinsmeisterschaft, belegten die folgenden Elite-Sportler die ersten drei Ränge:

  1. Kellenberger Heinz 223 Punkte
  2. Baumann Ueli 195 Punkte
  3. Tanner Charly 195 Punkte

Für ihre Leistungen durften die Gewinner von der Versammlung einen grossen Applaus einheimsen und je einen Gutschein in Empfang nehmen.

Der Verfasser des Jahresprogramms, Charly Tanner, weist darauf hin, dass das Programm inhaltlich mehr oder weniger den vorherigen Jahren angepasst wurde, im Besonderen die ausserturnerischen Vergnügungsanlässe. Er informiert des Weiteren, dass nach 2025 verschiedene lukrative Anlässe während der Ferienzeiten ausgesetzt werden müssten. Alternativprogramme sollten mit Hilfe der Mitgliedschaft geläufig vorgestellt werden. Trotz der schwindenden Mitgliederzahl soll man zukunftsorientierend optimistisch sein, weil der Zusammenhalt in der Riege gut funktioniere. Vor der Versammlung dankte Charly Tanner seinen beiden vertretenden Riegenleitern, Albert Staub und Heinz Kellenberger, für ihre Leiterfunktionen während den Turnstunden. Als noble Geste überreichte er den Angesprochenen einen guten Tropfen aus gekelterten Trauben. Ebenso dankte er dem neuen Präsidenten Ernst Hottinger für seine Ballinstruktionen, die zu guten Sicherheitsgefühlen während den Faustballspielen führten. Ebenso dankte er dem noch verbleibenden «Turnertrüppli» für ihren grossen Kameradschaftsgeist.

Die beiden Gäste dankten für die Einladung, mit dem Wunsche, dass unsere Riege weiterhin eine gute Zukunft haben sollte. Die Präsidentin des TV Hausen a.A. bedankte sich zudem für die Mitarbeit beim Turnerchränzli. Der Anlass sei bei den vielen Zuschauenden mit guter Stimmung sehr gut angekommen.

31.12.2024, Heinz Schwarz

Männerriegenreise vom 29.- 30. August 2024

Um 7.00 treffen wir uns auf dem Parkplatz Chratz. Neun Unternehmungslustige nehmen die Fahrt auf, Richtung Kanton Schaffhausen. Unser Chauffeur Albert Staub führt uns über den  Nordring Richtung Eglisau. Dort haben wir unseren ersten Halt bei feinem Kaffee und leckeren  Buttergipfeln.

Nach dem Znünihalt geht es weiter zum Rheinkraftwerk Eglisau. Hier erfahren wir viel über moderne Energiegewinnung. Das Kraftwerk Eglisau wurde von 1915-1920 erbaut und 1920 in Betrieb genommen. 2010 wurde die ganze Anlage erneuert.

Im Maschinenraum stehen 7 Kaplanturbinen welche eine Einspeiseleistung von 43.5 Megawatt bringen. Die Fallhöhe beträgt 11 m und der maximale Durchfluss liegt bei 500m3 je Sekunde. Am heutigen Tag fliessen rund 350 m3 Wasser durch die Turbinen

Der Rhein wird durch das Wehr, welches 114m lang ist und in 6 Öffnungen à 15.5 Meter unterteilt ist bis zur Thurmündung zurückgestaut. Beim Bau vom Kraftwerk mussten einige Häuser entlang des Rheins abgerissen werden. Im Ortsteil Oberrieden, Gemeinde Eglisau, mussten 15 von 17 Gebäuden abgerissen werden. Auch die Rheinbrücke in Eglisau musste neu erbaut werden.

Das Wehr kann man per Velo oder zu Fuss überqueren. Da ein Teil vom Wehr auf deutscher Seite steht wurde ein Zollhaus auf dem Wehr eingerichtet. Dieses war bis Anfangs der Achziger Jahre  mit zwei Zöllnern besetzt.

Bei der Sanierung des Laufwasserkraftwerks wurde auch eine Fischtreppe installiert. Zur Ergänzung erstellte man auch einen Fischlift.

Die ganze Anlage steht seit 1988 unter Denkmalschutz.

Nach der tollen Führung ging es weiter über Rafz, Jestetten, Osterfingen, Wilchingen nach Neunkirch im Klettgau.

Im Restaurant Gmaandhuus nehmen wir ein feines Mittagessen zu uns.

Nach dem Mittagessen geht es weiter nach Neuhausen. Dort machen wir einen Abstecher zum Rheinfall. Auf einer Bootsfahrt spüren wir beim Rheinfall die Kraft und die Gewalt dieser Wassermassen.

Danach schledern einige um den Wasserfall oder geniessen einen kühlen Drink.

Gegen den späteren Nachmittag geht es weiter über Schaffhausen, auf der Schweizer Seite, Richtung Stein am Rhein. Dort beziehen wir unser Zimmer im Hotel Adler.

Nach einer Erfrischung geniessen wir ein feines Nachtessen auf dem Rathausplatz. Zu später Stunde suchen wir unsere Zimmer auf.

Nach einem feinem Frühstück packen wir unsere Koffer.

Am Vormittag erfahren wir bei einer Altstadtführung (Zurück ins Mitttelalter ) viel Neues über die Stadt Stein am Rhein.  Das Kloster St. Georgen wurde 1267 gegründet. Seit 1385 hat Stein am Rhein das Stadtrecht.  Seit 1459 ist es eine freie Stadt. Durch die Brückenzölle über den Rhein kam die Stadt zu seinem Wohlstand.

Die sehr schönen Häuser mit Fassadenmalerei machen das schmucke Städtchen aus. Die Häuser sind meist in Privatbesitz. Hinter den meisten Malereien verbirgt sich eine Geschichte.

Nach der tollen Führung geniessen wir den Aperitiv mit Blick auf den Rhein.

Das Mittagessen nehmen wir oberhalb Stein am Rhein in der Burg Hohenklingen zu uns, mit tollem Ausblick auf den Untersee und den Seerücken. Einige von uns nehmen es sich nicht, und ersteigen noch den Burgturm und geniessen die herrliche Rundumsicht.

Nach der Mittagsstärkung nehmen vier Kameraden den Weg Richtung Hofgut Oberwald Hemishofen unter die Füsse.

Ein grosser Teil des Weges führt uns durch den Wald. Bei den hohen Temperaturen ist dies sehr angenehm. Der halbe Weg führt uns durch deutsches Gebiet. Die andern Kollegen erreichen per Bus die Besenbeiz Oberwald. Nach einem kühlen Getränk geht es zurück Richtung Hausen am Albis.

Um 18:30 treffen wir alle, gutgelaunt mit neuen Eindrücken wieder in Hausen ein.

Der Reiseleiter

Fredy Steiner

Männerriegenreise zum «Hoher Hirschberg» AI

Wie jedes Jahr treffen sich einige Männer der Männerriege am letzten Donnerstag im August auf dem Parkplatz Chratz, um die Männerriegenreise anzutreten. Kurz vor 7 Uhr treffe ich, Charlie der Reiseführer, unseren Andreas Müller. Sonst ist noch niemand zu sehen. Kurz darauf fährt Albert Staub mit unserem Bus vor. Er wird uns wie schon viele Jahre durch die Gegend kutschieren.

Innerhalb kürzester Zeit sind die restlichen Teilnehmer da, das sind: Fredy Steiner, Fredi Hohl, Hans Baer, Ernst Hottinger, Heinz Kellenberger, Erich Rüfenacht und Ueli Baumann. Vor der Abfahrt gibt es für jeden Teilnehmer eine kleine Überraschung, jeder erhält einen kalten Kaffee.

Pünktlich um sieben setzt sich der Bus bei schönstem Wetter in Bewegung. Unser Ziel ist St. Gallen und wir fahren via Hirzel, Reichenburg, Schmerikon, Ricken, Wattwil und Wil zur Parkgarage Kreuzbleiche. Nach knapp 1.5 Stunden benützen wir schon die entsprechende Autobahnausfahrt. Dummerweise gibt es im Tunnel zwei Ausfahrten und unser Reiseleiter entscheidet sich, wie kann es auch anders sein, für die falsche. Auf dem Beifahrersitz bricht Hektik aus. Aber Dank Handy und dreimaligem Umkehrern finden wir unser Ziel, nämlich den öffentlichen Parkplatz neben der Parkgarage. Albert parkt natürlich im Schatten.

Ein kurzer Spaziergang von zirka 5 Minuten, und schon sind wir beim Restaurant Gartenhaus, wo auf dem Vorplatz im Schatten von Sonnenschirmen Kaffee und Gipfeli auf uns warten. Bei guter Stimmung verbringen wir eine knappe Stunde auf dem Plaztz.

Kurz vor 10 Uhr führe ich unsere kleine Truppe über eine stark befahrene Strasse zum Hauptsitz der Stadtpolizei St. Gallen. Im gleichen Haus ist auch die Kantonspolizei St. Gallen untergebracht. Ich melde uns im Eingangsbereich an und nach wenigen Minuten erscheint Herr Klaus-Dieter Mennel, der uns die nächsten gut zwei Stunden das Wesentliche über die Stadtpolizei und deren Arbeit erklärt.

Die Polizei ist in einem ehemaligen Textilgebäude, in dem früher Tücher der Textilindustrie getrocknet wurden, untergebracht. Breite Gänge, hohe, ja sehr hohe Räume und schöne Büros sind die Folge. Herr Mennel führt uns durch die Gänge zu einem grösseren Saal, wo er uns mit Hilfe einer Power-Point Präsentation die Arbeit der Stadtpolizei erklärt. In der anschliessenden Diskussion werden Fragen zur Drogenszene und zu Fussballchaoten erörtert. Dabei erfahren wir, dass St. Gallen die Entwicklung in Städten wie Genf und Zürich mit ihren sich vergrössernden offenen Drogenscenen mit Sorge beobachtet. Wir erfahren auch, dass der Kanton St. Gallen bei den Fussballchaoten sowie in der Drogenscene eine harte, konsequente Linie fahren.

Um 12.15 Uhr muss ich Herr Mennel, der in seinem Element ist, im Untergeschoss beim Fahrzeugpark unterbrechen, denn das Mittagessen ruft! Nach 20 Minuten Fahrzeit sind wir beim Restaurant Waldegg in Teufen. Im Teil «Schnuggebock» werden wir platziert und informiert, wie das Prozedere in diesem Teil des Restaurants funktioniert; selber Auftischen, Schöpfen und Abräumen. Schon bald geniessen wir ein gutes Mittagessen, einige Teilnehmer geniessen eine Appenzeller-Spezialität.

Nach dem Essen teilen wir uns auf. Fünf Mutige machen sich auf die 75-minütige Gratwanderung zur Lustmühle, einem Vorort von St. Gallen, auf den Weg. Es ist heiss, nein sehr heiss, so um die 33 Grad. Destotrotz ist es eine schöne Wanderung mit Blick in den Alpstein im Süden und zum Bodensee im Norden. Trotz Hitze kommen wir pünktlich in der Lustmühle an. Keine zwei Minuten später fährt unser Bus mit den weniger aktiven Teilnehmern vor, um uns aufzuladen und mit uns nach Appenzell zu fahren.

Ausser Programm, weil es so heiss ist, suchen wir den Garten des Restaurants Traube auf, wo wir im Schatten einiger Bäume unseren ersten Aperitif geniessen. Unsere zweite Wanderung hinauf zum Hotel «Hoher Hirschberg» fällt dann der Hitze zum Opfer!

zwei Massenschläge mit 6 und 9 Betten) besetzen wir 5 schöne Doppelzimmer. Schon bald geniessen alle bei schönem Wetter und guter Aussicht auf den Alpstein den 2. Aperitif vor dem Haus. Da wir hungrig sind, bestellen wir schon bald unser Nachtessen. In der Zwischenzeit sieht man von der Schwägalp her ein heftiges Gewitter aufziehen. Bevor das Essen serviert wird, beginnt es zu Stürmen und Regnen. Also, blitzgeschwind mit den Getränken in der Hand hinein ins Restaurant, wo ein schöner Tisch für uns reserviert ist. Kurz darauf wird uns das Essen serviert und es herrscht Ruhe am Tisch!

Kurz nach dem Essen beginnen unsere Jasser mit ihrem Spiel, währenddem sich die anderen angeregt unterhalten. Um 10 Uhr ist Feierabend. Das Restaurant schliesst, und unsere Jasser machen noch im Gang weiter. Um 11 Uhr ist dann auch für sie endgültig Schluss.

In der Nacht stürmt es gewaltig, aber am Morgen ist es ruhig. Nach einem guten Frühstück fahren wir über den Stoos hinunter ins Rheintal nach Berneck, wo uns der Küfer Herr Thurnheer mit seiner Familie erwartet.Es ist ein Einmannbetrieb. Teilweise arbeitet aber der Schwager im Betrieb mit. Herr Thurnheer macht alles selbst; Holz einkaufen, Fassdauben zubereiten, genau bearbeiten, zusammensetzen, Rillen fräsen, Deckel und Boden herstellen und Endmontage. Es ist viel Handarbeit dabei. Zurzeit arbeitet er an einem mehr als zwei Meter hohen Fass, das später zu einer Statue verarbeitet werden soll. Die Grösse seiner Fässer kennt fast keine Grenzen, von zwei Litern bis über 2000 Litern ist seine Produktionsbreite.

Die Maschinen, vor allem die Spezialmaschinen die er benötigt, sind alt, ja sogar sehr alt. Neue sind so teuer, dass es sich für einen Einmannbetrieb nicht lohnt eine zu kaufen, denn er könnte diese gar nicht genügend einsetzen. Also bleibt es dabei, er arbeitet halt mit seinen alten Maschinen! Sollte etwas kaputt gehen, so hat er noch einen guten Landmaschinenmechaniker zur Hand.

Nach einem Apéro und einer interessanten Diskussion verabschieden wir uns und fahren wieder in die Höhe zum Ausflugsrestaurant St. Anton. Schon wieder warten Appenzeller-Spezialitäten wie Südwurst, Chäshörnli etc. auf uns um verspeist zu werden.

Nach dem Essen begeben wir uns auf eine kleine Rundwanderung, wobei unsere Blicke das Säntismassiv und den Bodensee einfangen. Die Lust auf eine grössere Wanderung ist aber sehr gering, weshalb nach rund einer Stunde alle Wanderratten wieder beim Restaurant abfahrbereit sind.

Nach knapp zwei Stunden Fahrt treffen wir im Chratz ein und jeder Teilnehmer geht zufrieden nach Hause.

Riegenleiter und Reiseleiter

Charlie Tanner

 

GV Männerriege 2022

Rückblick/Zukunft:

Man kann nur hoffen, dass die schweren Corona-Zeiten der letzten zwei Jahren der Vergangenheit angehören und sich das Leben im normalen Rahmen entwickeln wird. Im 2022 durften wir ein regelkonformes Turnen auskosten und die verschiedenen, gesellschaftlichen Anlässe geniessen. Leider war es zwei Kameraden wegen längeren Krankheitsabsenzen nicht vergönnt, an den Mittwochturnen beizuwohnen. Ihnen sei eine positive Genesung zu wünschen.

Mit dem anhaltenden Mitgliederschwund seit den letzten zwei Jahren verzeichneten wir eine deutlich mindere Präsenz im Turnbetrieb. Trotzdem werden wir mit unserem «Kerntrupp» nach wie vor das von der Riegenleitung angebotene Turnprogramm regelmässig besuchen. Schon seit Jahren wurde vom Vorstand das Kapitel Werbung angegangen. Die verschiedenen Aktivitäten in verschiedenen Kreisen kamen grundsätzlich nie zum Tragen. Wir müssen uns damit abfinden, dass im gesellschaftlichen Leben die Sportaktivitäten einem Wandlungsprozess unterworfen werden. Statt Turnen stehen viele andere Sportarten im Vordergrund.

Generalversammlung 2022 vom 21.12.2022 im Rest. Schönegg in Hausen a/A:

Vor Beginn des administrativen Teils der GV durfte die Mitgliedschaft auf Kosten der Vereinskasse sich gütlich an einem vorzüglichen Spaghetti-Plausch mit Zutaten erfreuen. Für die angenehme Gastfreundschaft danken wir dem Lokalbetreiber Röbi und seinem Team ganz herzlich.

Um 20.00 Uhr eröffnete der Präsident, Fredi Steiner, die Versammlung. Er begrüsste die 19 Teilnehmer und die zwei Gäste, Vera die Präsidentin des TV Hausen a/A und Felix Bär der TV-Veteranen, ganz herzlich. Zwei Kameraden hatten sich entschuldigt.

Im 2022 waren weder Austritte noch Eintritte zu verzeichnen. Derzeit haben wir einen Bestand von leider nur noch 22 Mitgliedern.

Für die Periode 2023/24 waren der Präsident, der Kassier und der Beisitzer/3. Riegenleiter zu wählen. Mit grossem Applaus wurden die Bisherigen wieder gewählt. Für die Periode 2023 wurden zudem die bisherigen Revisoren, Hans Bär und Andreas Müller, mit Applaus bestätigt.

Der Vorstand konstitioniert sich im 2023 wie folgt:

  • Steiner Fredi, Präsident (bisher)
  • Staub Albert, Vize-Leiter/Vize-Präsident (bisher)
  • Tanner Charly, Riegenleiter (bisher)
  • Kellenberger Heinz, Beisitzer/3. Riegenleiter (bisher)
  • Baumann Ueli, Kassier (bisher)
  • Schwarz Heinz, Aktuar (bisher)

Unser immer gut gelaunter Kassier musste leider eine negative Rechnung mit einem kleinen Verlust präsentieren. Das Vereinsvermögen liegt in einem unteren, vierstelligen Bereich. Trotz dieser kargen Kassensubstanz wurde die Rechnung von der Versammlung abgenommen.

Aufgrund dieser kritischen Situation hatte der Vorstand Tage vor der Versammlung beschlossen, der Versammlung den Antrag zu stellen, der jährliche Mitgliederbeitrag von Fr. 50.- sei per 1.1.2023 auf Fr. 80.- zu erhöhen. Der vom Präsidenten vorgelegte Antrag  wurde von der Versammlung mit 18 Ja-Stimmen und 1 Gegenstimme gut geheissen.

In seinem Jahresbericht stützte sich der Präsident unter anderen auf das Informations-Journal des Aktuars, was er dem «Schreiberling» herzlich verdankte. Im allgemeinen wies er weiter auf die tollen und abwechslungsreichen Turnstunden und auf die gemütlichen und gesellschaftlichen Stunden hin. Den Kameraden mit grösseren und kleineren Gesundheitsproblemen wünschte er gute Besserung. Für die kommenden Festtage wünsche er besinnliche Stunden im Kreise der Familien.

Charly Tanner bedankte sich bei seinen stellvertretenden Riegenleitern, Albert Staub und Heinz Kellenberger, und Ernst Hottinger, für ihre Vorturneinsätze während seinen Absenzen mit einem Weinpräsent.

Charly Tanner, der in der Vergangenheit die interessanten Jahreskonkurrenzen organisiert hatte, liess Durchblicken, dass er wegen seinen diesjährigen Krankheits- und Unfallabsenzen den Anlass nicht regelkonform habe durchführen können, sodass der Wettbwerb eingeschränkt werden musste. Trotzdem konnte eine Rangierung realisiert und die ersten drei Titelhalter nachstehend mit einem Präsent honoriert werden:

  1.  Schwarz Heinz              195 Punkte
  2.  Hottinger Ernst            179 Punkte
  3.  Staub Albert                 175 Punkte

Die Gewinner wurden, wie bei einer grossen Sportveranstaltung, von der Versammlung «hochgejubelt» und durften ein Präsent entgegen nehmen.

Inbezug auf das Traktandum «Ehrungen» hatte der Präsident, unter miteinbezug von zwei Beratern, nach reiflicher Prüfung der Versammlung beantragt, Heinz Kellenberger und Heinz Schwarz seien aufgrund ihrer grossen Verdienste in der Männeriege als Ehrenmitglieder anerkennt werden. Die Versammlung quittierte den Antrag mit grossem Applaus. Mit der Entgegennahme eines Weinpräsents bedankten sich die Geehrten für diese grosse Wertschätzung zutiefst.

Vor Abschluss der Versammlung bedankten sich die beiden Gäste für die Einladung und wünschten der Riege eine positive und erfolgreiche Zeit. Zwei Voten aus der Versammlung zuhanden des TV wurden von Vera entgegen genommen und zu gegebener Zeit beantwortet.

Bei feierlichem Ausklang durften wir nach dem Geschäftlichen den Abend bei geselligem Zusammensein mit einer reich garnierten, gebrannten Crème genüsslich versüssen.

Aktuar/Heinz Schwarz

Männerriegenreise 2022

Ausflug Männerriege vom 25./26. August 2022

Besammlung am 25. August um 7 Uhr im Chratz. Acht Männer von der Männerriege Hausen a.A. begeben sich auf einen zweitägigen Ausflug mit Schwerpunkt Bündner­land. Das Reisli führt uns Richtung Bonaduz und dann über die Rhein­schlucht nach Versam. Leider verpassen wir den Aussichtspunkt, um einen Augenschein in die Ruinaulta, zu Deutsch Rheinschlucht, zu nehmen.

Unsere erste Station ist das Restaurant Rössli in Versam.  Dort erwartet uns ein reichhaltiges  Morgenbuffet im Freien. Nach dem gemütlichen Essen lädt uns der Wirt zu einer Besichtigung der hauseigenen Brauerei ein. Eine Degustation darf natürlich nicht fehlen. Das Bier mundet sehr gut und wir erfahren, dass hier nur nach Bedarf gebraut wird, damit der Weizensaft immer frisch zur Verfügung steht.

Weiterfahrt nach Vals. Die Gondelbahn Vals-Gadastatt bringt uns ins Restaurant Gadastatt. Da der Koch erkrankt ist,  muss die Wirtin einspringen. Leider fällt das Essen etwas fad aus. Doch wir lassen uns die gute Laune nicht verderben. Anschliessend nehmen wir den wunderschönen Panoramaweg nach Zervreila unter die Füsse. Eindrucksvoll, wie der Glimmerschiefer auf dem Fussweg glitzert. Es blendet beinahe; eine Sonnenbrille wäre nicht fehl am Platz. Im Restaurant Zervreila erholen wir uns bei einem Getränk von der schönen Wanderung. Für fünf Personen geht’s mit dem Postauto nach Vals zurück, drei Mutige nehmen die zur Verfügung stehenden Trottinetts, um ins Tal zu gelangen. Die Talfahrt ist traumhaft und führt an der Schlucht des Valserrheins vorbei. An diversen Punkten kann man in die beein­druckende Tiefe des Tobels schauen.

Alle sind unten heil angekommen. Der Bus führt uns nun ins Dorf Vals zum Hotel Alpina, wo wir später dann auch die Nacht verbringen werden. Auf dem malerischen Dorfplatz nehmen wir den Apéro ein. Danach erwartet uns ein schön gedeckter Tisch zum Nachtessen. Das mit Liebe servierte Viergang-Menu ist sehr lecker und der Wein aus der Bündner Herrschaft rundet das vorzügliche Essen noch ab. Etwa um 22.00 Uhr beziehen wir „älteren Herren“ das Nachtquartier. Das bis anhin Erlebte macht halt auch etwas müde. Ein reichhaltiges Morgenbuffet mit frischem Kaffee weckt unsere Geister und schmeckt ebenfalls ausgezeichnet.

Unsere nächste Station ist der Bahnhof in Valendas. Dort treffen wir Christian Suter, er ist ein zertifizierter GeoGuide der Tektonikarena Sardona (Unesco-Welterbe). Wir laufen dem Rhein entlang und erfahren einiges über die Entstehung unserer Berge. Wir lernen, dass über Millionen Jahre hinweg bei der Kollision der afrikanischen mit den europäischen Kontinentalplatten tief im Erdinneren sowie an der Erdoberfläche Vorgänge abgelaufen sind, die zur Entstehung der Alpen führten. Interessant ist auch, dass vor 9500 Jahren ein grosser Bergsturz den Vorderrhein verschüttet hat und das ganze Bünderoberland unter Wasser stand.

Das gute Mittagessen in der Ustria Posta Veglia in Schluein verhilft uns zu neuen Kräften. Denn danach erwartet uns Dosi Venzin – ein international bekannter Strahler – in seiner Werkstatt in Sedrun. Er zeigt uns seine wertvollen Funde und plaudert über seine Leidenschaft. Man kann seinen Augen entnehmen, dass er seine Passion, das Strahlen (die Suche nach Kristallen), zu seinem Traumberuf gemacht hat. Dosi verabschiedet uns herzlich mit einem Enzianschnaps.

Der Nachhauseweg führt uns über den Oberalppass. Wohlbehalten, chauffiert von Albert Staub, und bepackt mit neuen, schönen Erlebnissen erreichen wir Hausen a.A.

Fredi Hohl

Generalversammlung Männerriege 2021

Männerriege Hausen am Albis

Rückblick/Zukunft 2021/22:

Bereits in der Publikation 1/2020 habe ich mich mit dem Vereinsleben im 2019 und den Zukunftsaussichten im 2020 befasst. Trotz der Covid19 -Pandenmie konnten wir im vergangenen 2021 ein ausgewogenes Vereinsjahr erleben. Sowohl im turnerischen Bereich, wie auch an den gesellschaftlichen Anlässen, kamen die vielseitigen Programme bei der Turnerschaft gut an und beeinflusste das körperliche Wohlgefühl mit positiven Effekten. Trotzdem gab es in der alternden Riege, bei mehreren Mitgliedern, teils längere Absenzen zufolge chronischer Beschwerden. Den Betroffenen wünschen wir einen fortschrittlichen Genesungsprozess. Die beiden Todesfälle von unseren langjährigen Mitgliedern, Ruedi Grob und Peter Brönnimann, machte die Mitgliedschaft tief betroffen. Nachrufe über die in der Riege beliebten Verstorbenen wurden im O-Sportler publiziert.

Zitat von Leigh Hunt: Die Grundlage jedes Glücks ist Gesundheit.

Es ist schwer zu beurteilen wie sich die Männerriege in Zukunft entwickeln wird. Mit dem Durchschnittsalter von über siebzig Jahren und mit der harzigen Suche nach jüngeren Interessenten schwächelt der Riegenbestand zusehends. Es ist bedauerlich, dass wir im 2021 acht Abgänge, inkl. der zwei Todesfälle, und lediglich einen Eintritt zu verzeichnen hatten. Aufgrund meiner Rücktrittsgedanken als Aktuar, nach 20-jähriger Amtsführung, verlief die Suche nach einem Ersatz innerhalb der Riege ergebnislos. Dies führte dazu, dass ich mich, in meinem Greisenalter von 85 Jahren, für die Periode 2022/23 nochmals wählen liess. Offenbar sind in der heutigen Zeit ehrenamtliche Aemter kaum mehr gefragt. In diesem Zusammenhang möchte ich die Leserschaft bitten, sich für einen Eintritt in die Männerriege Gedanken zu machen. Wir bieten interessante, körperfördernde Segmente an. Während den Schulferien sind wir mit gesellschaftlichen Anlässen hochpräsent. Unser höchstes Ziel in der Riege ist «ein offener Kameradschaftsgeist». Für weitere Auskünfte könnten Sie sich bei unserem Riegenleiter, Charly Tanner, unter der Telefonnummer 044 / 701 23 29, informieren lassen.

Zitat von Christoph Lehmann: Wenn alte Gäule in Gang kommen, sind sie nicht mehr zu bremsen.

Generalversammlung 2021 am 15.12.2021 im Rest. Schönegg, Hausen a/A:

Vor dem administrativen Teil wurde der von der Vereinskasse finanzierte, warme Imbiss in Form von Piccata, Tomaten – Spaghetti und Salat serviert. Im Anschluss an die Versammlung durften wir uns von einer reich garnierten, gebrannten Crème erfreuen. Für die angenehme und freundliche Gastfreundschaft und dem vorzüglichen Speiseangebot danken wir Röbi und seinem Team ganz herzlich.

Als neuer Präsident eröffnet Fredy Steiner die GV der Männerriege um 19.40 Uhr. Er begrüsst die zahlreich erschienene Turnerschar. Im besonderen heisst er die beiden Ehrenmitglieder, Ernst Gallmann und Albert Staub, willkommen. Die Präsidentin des TV Hausen, Vera Panoussopoulos-Studer, hat sich krankheitsbedingt entschuldigt. Ebenso der Obmann der Turnveteranen, Hansueli Rüfenacht, musste aus Termingründen seine Teilnahme absagen. Gemäss Präsenzliste haben 19 Mitglieder der Versammlung beigewohnt.

In der Periode 2021 wurden wir im Personalbestand der Riege massiv mit acht Abgängen und lediglich einem Neueintritt konfrontiert. Per Ende 2020 taxierte sich unser Bestand auf 29 Mitglieder. Somit haben wir Ende 2021 nur noch einen Grundstock von 22 Mitgliedern, was derzeit leider bei vielen anderen, ortsgebundenen Vereinen ebenfalls tiefgreifende Probleme auslöst. Mit grosser Betroffenheit mussten wir im 2021 das krankheitsbedingte Ableben von Ruedi Grob und Peter Brönnimann hinnehmen.  Der Präsident würdigt die Persönlichkeiten der beiden Verstorbenen. Die Versammlung brachte mit einer stillen und gedanklichen Ehrenbezeugung das Bedauern über den Hinschied der beiden Mitglieder zum Ausdruck..

Für die nächste Periode 2022/23 sind im Vorstand der Vize-Präsident / Vize-Riegenleiter, Riegenleiter und Aktuar neu zu wählen. Zudem sind die beiden Revisoren für den Jahresturnus 2022 ins Wahlprozedere einzuschliessen. Der Präsident gibt bekannt, dass die bisherigen VS-Mitglieder Albert Staub und Charly Tanner sich für ihr Ressort erneut zur Verfügung stellen. Nachdem für den Aktuar kein Ersatz gefunden werden konnte, stellte sich Heinz Schwarz ebenfalls zur Wiederwahl. In globo wurden die erwähnten und bisherigen Vorstandsmitglieder im gleichen Ressort von der Versammlung mit Applaus wiedergewählt.

Der Vorstand konstitioniert sich im 2022 wie folgt:

Steiner Fredy, Präsident (bisher)

Staub Albert, Vize-Leiter/Vize-Präsident (bisher)

Tanner Charly, Riegenleiter (bisher)

Kellenberger Heinz, Beisitzer/3. Riegenleiter (bisher)

Baumann Ueli, Kassier (bisher)

Schwarz Heinz, Aktuar (bisher)

Inbezug auf die Personalien bei den Revisoren gibt es eine Aenderung, weil Peter Brönnimann gestorben ist. Als Ersatz konnte Hans Bär gefunden werden. Auf Antrag des Präsidenten wurde der Geworbene von der Versammlung als Revior bestätigt. Zugleich wurden Andreas Müller und Hans Bär vom gleichen Gremium für die Periode 2022 mit Applaus gewählt.

Unser zahlengewifter Kassier, Ueli Baumann, referiert zum finanziellen Geschehen im 2021, gestützt auf seine vorgelegte, schriftliche Abrechnung. Die Einnahmen von bedingter Höhe aus den Mitgliederbeiträgen werfen keine grossen Wellen. Die Ausgaben sind etwas tiefer und bescheren uns einen kleinen Gewinn in das «Vereinskässeli». Der Vermögensbestand steht auf einem tiefen Niveau. Angefügt ist festzuhalten, dass wir uns in einer gestressten, finanziellen Situation befinden. Wie man so sagt, müssen wir als «Armengenössige» mit unserem Haushalt sorgsam umgehen.

Unser Revisor, Andreas Müller, hat die Rechnung 2021 geprüft, in Ordnung befunden und der Versammlung beantragt, die Rechnung zu genehmigen, was mit einem Applaus bestätigt wurde. Der Präsident verdankt die Arbeit des Kassiers und Revisors.

Zum Budget 2022 ist der Kassier aus guten Gründen nicht in der Lage, in unserer schwierigen, finanziellen Situation Zahlen zu präsentieren. Infolge den Abgängen aus der Mitgliedschaft werden auch die Mitgliederbeiträge einen erheblichen Schwund erleben. Der Antrag des Vorstandes, den Mitgliederbeitrag von je Fr. 50.- pro Jahr vorderhand beizubehalten, wurde von der Versammlung goutiert. Zu diesem Punkt muss man an der nächsten GV 2022 zwangsläufig reagieren.

Gestützt auf das Informations-Protokoll des Aktuars und weiteren Unterlagen referiert der Präsident wie folgt über das Geschehen rund um den Aktionsradius der Männerriege während des laufenden Jahres. Während der immer noch schwelenden Pandemiezeit habe das Vereinsleben sporadisch gelitten. Den Riegenleitern sei für ihre guten Vorbereitungen im Turnbetrieb ganz herzlich gedankt. Dem Aktuar dankte er zudem für seine Arbeit mit seinem lesewürdigen Information-Journal. Die tolle von Charly Tanner organisierte MR-Reise 2021 ins Bernler-Seeland sei ein besonderes Erlebnis gewesen und werde dem Organisator ganz herzlich verdankt. Insbesondere dankte er allen Mithelfern bei den gesellschaftlichen Anlässen unter denen sich Ernst Hottinger bei den Grilladen hervorgetan habe. Er wünsche allen Mitgliedern einen guten Rutsch ins neue Jahr und gute Gesundheit fürs 2022.

Der Riegenleiter weist darauf hin, dass das Jahresprogramm 2022 nach gleichem Muster, wie dasjenige im 2020, ausgestaltet sei. Gestützt auf das detailliert abgefasste Programm informiert er  über die ausserturnerischen Anlässe. Im besonderen weist er auf die Männerriegenreise 2021 hin, die mit ansprechendem Wetter in die Region Bielersee geführt habe. Anmerkung: Dazu wird auf den interessanten und ausführlichen Reisebericht von Charly Tanner verwiesen. Die Männerriegenreise 2022 werde von Fredi Hohl organisiert und führe ins Bündnerland. Fredi Hohl seinerseits gibt bekannt, dass die Reise am 25./26.08.2022 nach Vals/Zernez stattfinde. Das definitive Programm werde zu gegebener Zeit verteilt. Zum Turnerischen weist Charly darauf hin, ob in naher Zukunft ein regelmässiger Turnbetrieb aufrecht erhalten werden könne, weil man derzeit nicht wisse, wie  sich das Covid-Virus entwickle. Abschiessend zeigte sich der Riegeleiter erfreut über den Zusammenhalt in der Riege. Die Versammlung verdankte ihm die vorzügliche Arbeit als Riegenleiter mit einem grossen Applaus. Er seinerseits überreichte sinngemäss die «Blumen» an seine zwei Vertreter, Albert Staub und Heinz Kellenberger, für ihre Arbeit während seinen Abwesenheiten mit je einer Flasche Wein.

Der Riegenleiter und die beiden stellvertretenden Riegenleiter haben  sich, wie gewohnt, für einen geordneten und interessanten Turnbetrieb eingesetzt. Charly Tannner hat in der Eigenschaft als Riegenleiter die zur Jahreskonkurrenz eingegliederten Segmente auf einem Organigramm festgehalten und damit als Basis die Rangliste erstellt. Die folgenden Kameraden haben sich die ersten drei Ränge bei den sportlichen Einsätzen etc. erarbeitet:

  1. Staub Albert mit 161 Punkten
  2. Kellenberger Heinz mit 146 Punkten
  3. Schwarz Heinz mit 130 Punkten

Die Versammlung honorierte den Leistungsausweis der drei Erstrangierten mit einem deftigen Applaus und als Zugabe wurden sie mit je einem Gutschein der Metzgerei Weiss belohnt.

Wie bereits festgehalten, hat sich die Präsidentin des Turnvereins Hausen a/A für die GV krankheitshalber entschuldigt. In ihrem E-Mail macht sie auf folgende, turnbezogene Termine aufmerksam:

03.03.2022

17.-19.06.2022

18./19.11.2022

GV TV Hausen im Gasthof Löwen

Regionalturnfest in Wiesendangen

Turnerchränzli, wenn es die Pandemie erlaubt. Es wäre dienlich, wenn die MR ihre Mithilfe am Buffet anbieten könnte.

  

Herzliche Gratulation an Jules Gaisser:

Unser ältestes und beliebtes Mitglied, Jules Gaisser, feierte am 5.1.2022 seinen 93jährigen Geburtstag. Aus Rücksicht auf die Pandamie konnten wir mit dem Jubilar leider nicht anstossen. Wir haben ihm deshalb einen guten Tropfen mit einer Gratulationskarte zukommen lassen und ihm darin ganz herzlich gratuliert und das Allerbeste gewünscht. Es ist schön zu wissen, dass Jules körperlich und geistig in ganz guter Verfassung ist und immer noch in seinem Heim selbständig das Alltagsleben bewirtschaften kann. Die Mitgliedschaft freut sich immer wieder, wenn Jules an unseren gesellschaftlichen Anlässen teilnehmen und diese geniessen kann. Seine Erzählungen aus den 1960er Jahren, als er als Gemeinderat dem Bauamt vorstand und der schreibende Aktuar im Gemeindehaus den Kantonspolizeiposten betreute, kamen oder kommen heute noch bei der Mitgliedschaft sehr gut an, denn sie illustrieren nachhaltig, was damals in unserem 1700 Seelendorf alles geschah. Besonders in den nächtlichen Zeiten bei den immer gut besuchten Beizen kommen bei den Erzählungen «Wunderdinge» zum Vorschein, die teils auch mit dem damaligen Polizisten zu tun hatten.                                 

Der Akuar ist nach seiner erneuten Wahl wieder aktiv und versucht, seine Arbeit als «Schriftsteller» nach bestem Wissen und Gewissen präsentieren zu können. Der Mitgliedschaft und ihren Partner*innen sowie der Leserschaft wünsche ich ein friedliches und genussvolles 2022 und zukunftsträchtige, beste Gesundheit.

18.1.2022                                                                   Der Aktuar:

                                                                                   Heinz Schwarz

Männerriegenreise ins Bener Seeland

Schon wieder, am Donnerstag, 26. August, trafen sich 12 Mitglieder der Männerriege Hausen a.A. auf dem Parkplatz Chratz, um die diesjährige Männerriegenreise anzutreten. Pünktlich um 07.00 Uhr traf unser Fahrer, Albert Staub, mit dem uns gut bekannten Bus ein. Gepäck eingeladen und schon fuhr unser Driver los in Richtung Lyss.

Nach knapp zwei Stunden, ohne nennenswerten Stau, parkierten wir vor dem Hotel „Weisses Kreuz“ in Lyss, denn Kaffee und Gipfeli warteten schon auf uns. Das „Weisse Kreuz“ ist ein altehrwürdiges Hotel mit verschiedenen kleineren und grösseren Sälen. Wir besetzten einen kleinen blauen Saal. Leider hatten wir nicht so viel Zeit, was bedeutete, dass wir nach knapp 40 Minuten schon wieder im Bus sassen.

Nun ging die Reise zurück an den Stadtrand von Lyss, wo wir die Firma „Feintool“ aufsuchten. Nach einem kurzen Telefon erschien Frau Gilgen im Eingang und begrüsste uns. Wir traten ein und jeder von uns musste eine Plakette mit der Aufschrift „Kurzbesucher“ an sein Hemd heften.

Wir betraten den Esssaal, wo uns Lukas Bickel, der Lehrmeister der Polymechaniker erwartete. Er begrüsste uns ebenfalls und informierte uns über die Firma Feintool.

Als erstes zeigte uns Herr Bickel einige Stanzteile, die in der Firma hergestellt werden. Dann stiegen wir in das unterste Geschoss, wo wir einen Teil des Materiallagers, eine Metallsäge, numerisch gesteuerte Drehbänke und Fräsmaschinen für ungehärtete Werkstücke im Einsatz sahen. Auf dem nächsten Stockwerk sahen wir einige CNC Werkzeugmaschinen im Einsatz, die gehärtete Werkstücke aus Vollmaterial erstellten, z.B. ein Gesenk. Dabei wird mit Hartmetallwerkzeugen oder Schleifkörpern gearbeitet. Im nächsten Arbeitsraum sahen wir mehrere Koordinaten Fräs- und Schleifmaschinen, die ebenfalls gehärtete Materialien bearbeiteten.

Zu guter letzt sahen wir noch einen Prototypen der Feintool- Feinstanzpresse mit einem Feinstanzwerkzeug im Einsatz: Spannend!!!

Nach rund zwei Stunden verliessen wir die Firma Feintool. Nachdem wir uns bedankt hatten, fuhren wir mit unserem Bus in die Altstadt von Aarberg, wo wir im Restaurant „Zur Brücke“ schon erwartet wurden. Es war schönes Wetter und deshalb war auf der Terrasse schon ein grosser Tisch gedeckt. Ein kleiner Salat, Roastbeef mit einer feinen Tartarsauce und Pommes wurden uns serviert. Sehr fein und mehr als genug. Auch der Wein aus der Region schmeckte uns ausgezeichnet.

Gegen 13.30 Uhr verliessen wir das Restaurant und fuhren zur Magglingenbahn in Biel, die uns in rund 10 Minuten hinauf nach Magglingen brachte. Ein kurzer Halt auf der Terrasse der Sportschule war Pflicht. Die Aussicht ist wirklich beeindruckend! Biel, der Bieler-, der Neuenburger- und der Murtensee, alles liegt einem zu Füssen und dazu sieht man im Hintergrund Eiger Mönch und Jungfrau sowie fast das ganze Alpenpanorama.

Nach kurzer Zeit nahmen wir die Talwanderung nach Twann in Angriff. Welch ein Wunder, alle Teilnehmer machten sich zu Fuss auf den Weg! Bravo!!! Zuerst wanderten wir gemütlich geradeaus, bis dann ein sanfter Anstieg von etwas mehr als 110 Metern anstand. Ohne es zu merken senkte sich daraufhin der Weg wieder langsam aber stetig. Im Gartenrestaurant „Twannbachschlucht“ stärkten wir uns nochmals, bevor wir den Abstieg durch die Schlucht unter die Füsse nahmen. Die Schlucht erinnerte mich etwas an die Jogneschlucht, die wir vor Jahren durchwandert hatten. Ausgewaschene Felsen, Wasserlöcher, kleine Wasserfälle, all das war zu bestaunen, währenddem wir einem schmalen Wanderweg über Stock und Stein folgten.

Unser Abstieg endete direkt vor dem Hotel Bären in Twann. Währendem Albert und ich mit dem Besitzer nach Biel fuhren, um unseren Bus zu holen, sassen die anderen schon auf der Terrasse beim Aperitif. Leider war es nicht so warm, so dass wir unser Nachtessen im Innern des Hotels einnehmen mussten.

Nach dem Zimmerbezug und einer gemütlichen Dusche trafen wir uns im Restaurant zum Nachtessen. A la carte war angesagt. Da wir ja am Bielersee übernachteten, benutzten einige die Gelegenheit, ein Fischmenu zu bestellen. Das Essen war ausgezeichnet, der regionale Wein ebenfalls.

Einige von uns setzten sich anschliessend in den Aufenthaltsraum, um noch einen Jass zu klopfen, was bis kurz vor Mitternacht dauerte.  Um Mitternacht kehrte im Hotel Ruhe ein.

Einige Teilnehmer waren natürlich schon vor dem Frühstück unterwegs und erkundeten Twann. So gegen 08.00 Uhr trafen wir uns im Frühstücksraum, wo einige feine Sachen auf uns warteten. Um 09.00 Uhr hiess es: „Mir nach marsch!“ Charlie, unser Reisleiter, führte uns durch die Reben von Twann nach Ligerz, wobei wir noch die Kirche von Ligerz, die zu unserem Erstaunen offen war, besichtigten.

Dann wurden wir von einem Winzer der Region im Rebbaumuseum willkommen geheissen. Zuerst erzählte er uns einige wissenswerte, geschichtliche Dinge über das Haus, bevor wir im obersten Stock das Museum besichtigten. Er erzählte und erzählte, man merkte, er ist mit Leib und Seele Winzer.

Nach einer guten Stunde stiegen wir in das Erdgeschoss, wo er uns in einem Aufenthaltsraum vier seiner Weine, zwei Weisse, einen Rosé und einen Roten zum Degustieren einschenkte. Und wieder erzählte er uns aus seinem Berufsleben. Um 11.30 Uhr sollte die Degustation fertig sein, aber um 12.00 Uhr war er immer noch nicht fertig. Charlie wurde immer nervöser, denn wir sollten schon beim nächsten Restaurant sein. Er unterbrach endlich den Redefluss und wir machten uns auf den Weg.

Auf der Fahrt zum Restaurant „Hagneckbrücke“ diskutierten wir noch eingehend über das Gehörte. Das Personal wartete schon auf uns. Ein Kellner führte uns an einen grossen Tisch im Garten und alsbald wurden wir mit Getränken, teilweise auch schon wieder mit Wein, eingedeckt. Zum Essen gab es warmen Beinschinken mit grünem Salt und Kartoffelsalat. Auch hier wieder, das Essen war ausgezeichnet und ausreichend.

Gegen 14.00 Uhr führte uns Charlie auf die neben dem Restaurant liegende Hagneckbrücke und erklärte uns einiges über den Bau des Hagneckkanals, der 1878 fertiggestellt wurde und Bestandteil der Juragewässerkorektion war. 1897 bis 1900 wurde hier dann das erste Kraftwerk gebaut. Das neue Kraftwerk wurde in den Jahren 2011 bis 2015 nach den neuesten Erkenntnissen des Landschaftschutzes und der Technik neu gebaut und 2015 auch eingeweiht.

Anschliessend setzten wir uns wieder in den Bus, um knapp 600 Meter zum Parkplatz des Kraftwerkes zu fahren. Zu Fuss ging es hinunter an den Kanal, wo uns Charlie eröffnete, dass wir die Kraftwerkanlage selbständig erkunden sollten. Gesagt, getan, mehrere kleinere Grüppchen bildeten sich.

Mehrere Informationstafeln erklärten die Anlage. Bei dieser modernen Anlage gibt es keine Fischtreppen mehr, sondern sogenannte Umgehungsrillen, in denen Steinblöcke so platziert wurden, dass die Strömungsverhältnisse optimale Bedingungen für die 30 einheimischen Fischarten bieten. Es waren auch tatsächlich mehrere grössere Fische unterwegs.

Nach einer Stunde kehrten wir zum Bus zurück und Albert fuhr uns sicher wie immer nach Hausen zurück. Glücklicherweise gab es nur viel Verkehr aber keinen grösseren Stau.

Gegen 18.00 Uhr fuhren wir auf den Parkplatz Chratz, wo uns schon einige Frauen erwarteten um ihre ankommenden Männer nach Hause zu fahren.

Eine schöne, interessante und abwechslungsreiche Reise ging damit zu Ende.

Reiseleiter und Oberturner: Charlie Tanner

Männerriegenreise 2020

Männerriegenreise 20 – 27./28.8.2020

Am Donnerstagmorgen, am 27.8.20 trafen sich dreizehn gut gelaunte Männerriegler von Hausen am Albis um 7 Uhr auf dem Parkplatz Chratz, um ihre diesjährige Männerriegenreise bei schönstem Wetter anzutreten. Allerdings kam der dreizehnte Teilnehmer etwas verspätet, es war unser Fahrer Albert Staub. Das Gepäck eingeladen, und schon fuhren wir in Richtung Frutigen.

Nach knapp zwei Stunden, nach einer ruhigen Fahrt über den Brünig, dann dem Brienzer- sowie dem Thunersee entlang erreichten wir unser erstes Ziel, das Hotel Adler in Frutigen, wo schon Kaffee und Gipfeli auf uns warteten. Kurz vor 10 Uhr hiess es einsteigen und wir dislozierten zum Bahnhof.

Nach 5 Minuten erreichten wir den historischen Bahnhof von Frutigen, wo wir schon von Herrn Haldimann erwartet wurden. Er erklärte uns anhand einiger Diagramme, wie das Rettungssystem im Lötschberg-Basistunnel funktioniert. Etwas später konnten wir uns alles besser vorstellen, denn Herr Haldimann erklärte uns alles anhand eines Modells. Alle 330 Meter besteht ein Querstollen zwischen den beiden Tunnels, um die Menschen bei einem Rettungseinsatz möglichst schnell vom verunfallten oder defekten Zug zu evakuieren.

Der Tunnel ist 34,6km lang. Die zweite Röhre ist allerdings nur 14 km voll ausgebaut und in Betrieb. Weitere 14 km sind ausgebrochen aber nicht ausgebaut. Die letzten 7 km sind noch nicht ausgebrochen. Das Parlament wird dereinst entscheiden, ob ein Teil- oder Vollausbau erfolgen wird.

Nach diesen Erklärungen dislozierten wir zum Rettungs-und Löschzug, der auf einem separaten Gleis stand. Allerdings war es nicht derjenige der BLS, sondern ein Exemplar der SBB. Ein solcher Zug besteht aus dem Gerätefahrzeug mit Spritzdüsen für das Löschwasser, dem Tankwagen und einem oder zwei Rettungsfahrzeugen. Das Gerätefahrzeug und der Tankwagen sind eine untrennbare Einheit, wogegen die Rettungsfahrzeuge auch einzeln eingesetzt werden können. Alle Einheiten sind von beiden Seiten her steuer- und fahrbar. In den Rettungswagen sind Bahren für den Transport Verletzter, Arbeitskleider sowie Atemschutzmasken und anderes Rettungsmaterial deponiert.

An diesem Tag waren wir Glückskinder, denn der Löschzug musste rangiert werden und wir durften mitfahren, was normalerweise nicht vorgesehen ist.

Gegen 11.30 Uhr schlenderten wir zurück zum historischen Bahnhof, wo ein kleiner Apéro auf uns wartete. Eine angeregte Unterhaltung setzte ein und gegen 12 Uhr verabschiedeten wir uns und fuhren zum Restaurant «Zum Leist», welches zum Hotel Adler gehört.

Ein feines Mittagsmenu wartete auf uns, grüner Salat, dazu Schweinssteak mit Gemüse und Pommes und ein Dessert à la carte. Natürlich gehörte ein guter Schluck Wein sowie ein guter Kaffee dazu.

Um 14.30 Uhr stiegen wir wieder in den Bus und unser Chauffeur Albert fuhr mit uns zur Talstation der Oeschinensee-Gondelbahn in Kandersteg. Hier trennten sich unsere Wege. Sieben Personen nahmen den steilen Aufstieg unter die Füsse, die anderen liessen sich von der Gondelbahn nach oben tragen. Sie nahmen dafür das Gepäck der Wanderer mit, welches auf der Bergstation in den Elektrobus geladen wurde und pünktlich und vollzählig beim Hotel Oeschinensee ankam.

Auf die Wanderer wartete ein steiler Aufstieg, der knapp 11/2 Stunden dauerte. Wir folgten zuerst auf einem breiten Weg dem Oeschibach, später wurde daraus ein schmaler, gut ausgebauter Wanderweg, der im obersten Teil breiter und flacher wurde. Andreas Müller war leider etwas überfordert, weshalb sich Ernst Hottinger seiner annahm und mit ihm langsam und mit Pausen hoch wanderte. Die beiden tauchten erst einiges später auf. Beim Hotel Oeschinensee trafen wir die anderen auf der Terrasse zu einem Bier.

Nachdem alle ihr Bier getrunken hatten, schnappten wir uns unser Gepäck und schlenderten zum Berghaus Oeschinensee, welches nur wenige Duzend Meter hinter dem Hotel liegt. Charlie erhielt die Schlüssel zu den Zimmern und verteilte diese.

Nach einer ziemlich kalten Dusche trafen wir uns auf der Terrasse zum Nachtessen, welches bis um 18 Uhr bestellt werden musste, denn der Koch und das Servierpersonal verliessen nach dem Nachtessen das Gasthaus. Wir mussten allerdings nicht darben, denn wir konnten uns frei bedienen, mussten allerdings aufschreiben, was wir konsumierten. Das Essen war gut, die Stimmung ebenfalls und wir konnten einen wundervollen Sommerabend auf der Terrasse verbringen. Nach Sonnenuntergang wurde es allerdings empfindlich kühl, so dass wir uns ins Innere des Hauses zurückzogen, um an mehreren Tischen zu jassen. Gegen Mitternacht lagen alle in ihren Betten und …..

Um 8 Uhr gab es Frühstück, aber die ersten Frühaufsteher waren schon vor 7 Uhr unterwegs. Kaffee, Orangensaft, herrlich duftendes Brot, Butter, Fleisch und Käse lagen für uns bereit.

Der Chef, der das Frühstück bereitgestellt hatte, erzählte uns, dass sie beunruhigt sind, weil sie nie wissen, wann der nächste Felssturz sein wird. Der «Spitze Stei» und Millionen von Kubikmetern Fels und Geröll sind in Bewegung und werden dereinst ins Tal stürzen. Je nach Menge Material, das gleichzeitig ins Tal donnert, sind die beiden Hotels gefährdet. Deshalb ist der See auf der ganzen Bergseite gesperrt, niemand darf sich dort aufhalten, ebenfalls wurde die Strasse und ein gefärderter Wanderweg zum Oeschinensee in eine ziemlich sichere Zone verlegt.

Schon um 8.30 Uhr waren wir abmarschbereit, aber wir mussten noch auf die «Serviertochter» warten, denn nur sie konnte die Rechnung zusammenstellen. Nachdem die Rechnung beglichen war, machten sich 5 Teilnehmer zu Fuss auf den Weg in die Tiefe. Die anderen stiegen zu Fuss oder mit dem Elektrobus zur Bergstation, um mit der Gondelbahn nach Kandersteg zu fahren, wo wir uns im Restaurant Ermitage trafen. Schon war die Lust auf Kaffee wieder da.

Ja, unser Albert kam nicht zu kurz, denn nun durfte er uns zur Rosenlauischlucht fahren. Vor allem die Fahrt von Meiringen bis zur Schlucht war sehr spannend. Wie überall, Parkieren ist nicht gratis, denn auf halber Höhe verlangte ein Automat 8 Franken von uns. Auf der Weiterfahrt wurde ich von meinem Handy gestört, denn man wollte im Hotel Rosenlaui von mir wissen, ob wir auch kommen würden.

Um 12.30 Uhr wurden wir im altehrwürdigen Hotel Rosenlaui erwartet. Ein langer Tisch war im Freien für uns vorbereitet. Wir setzten uns und studierten die Speisekarte. Weil ein kühler Wind aufkam, Regen war für den Nachmittag angesagt, und wir nicht frieren wollten, dislozierten wir in einen Saal. Obwohl das Menu frei gewählt werden konnte, entschieden sich fast alle für eine Bratwurst mit Salat. Die Teller waren richtige Kunstwerke, Dessert inbegriffen, denn der Salat bestand unter anderem aus mehreren Früchten.

Nach dem Mittagessen schlenderten wir zur Schlucht, wobei zwei Teilnehmer auf der Hotelterrasse sitzen blieben und sich einen weiteren Kaffee genehmigten. Beim Aufstieg zur Schlucht spürte ich die ersten Regentropfen, denn Regen war für den Nachmittag angesagt.

Die Schlucht ist sehr imposant. Es wurden auf einer Länge von 513 und einer Höhendifferenz von 155 Metern mehrere Tunnels und Stege in die Felswand gesprengt, so dass man auf einem sehr guten Weg die Schlucht erforschen kann. Tosende Wassermassen zwängen sich durch die schmale und tiefe Schlucht und formen immer weiter an deren Aussehen. Immer wieder staunte ich über die Kraft des Wassers. Die ganze Zeit regnete es leicht. Nach einer knappen halben Stunde verliessen wir die Schlucht und sahen dort duzende von Steinmannlis, welche irgendwelche Menschen gebaut hatten. Der Regen hatte in der Zwischenzeit aufgehört.

Nach einem kurzen Abstieg sassen wir alle wieder im Garten des Hotels. Nach einer kurzen Diskussion mit Albert beschlossen wir, über den Sustenpass nach Hause zu fahren und so die Stadt Luzern zu umfahren. Gesagt, getan! Wir warteten, bis der Ortsbus vorfuhr und hängten uns an seine Hinterreifen. Es war eine gute Entscheidung, so hatten wir keine Probleme auf der schmalen Strasse. Während der ganzen tollen und abwechslungsreichen Rückreise hatten wir nur wenig Verkehr. Der Regen verschonte uns nicht, denn am Urnersee holte er uns doch noch ein. Pünktlich, kurz vor 18 Uhr trafen wir auf dem Chratz ein und eine tolle Männerriegenreise war zu Ende.

 

Der Oberturner und Reiseleiter

Karl Tanner