Die Frauenriege erobert Gstaad
Ein geheimnisvolles Ziel, modische Statements und sportliche Höchstleistungen – die Frauenriege Hausen blickt auf ein fantastisches Reisewochenende im Berner Oberland zurück. Eines vorweg: Glaube nie alles, was auf der Info-Liste steht!
Hausen am Albis / Gstaad. Am frühen Morgen startete die gut gelaunte Gruppe am Postplatz in Hausen am Albis. Wohin die Reise führen sollte, war für die Turnerinnen bis zuletzt ein grosses Rätsel – während gefühlt das halbe Dorf bereits eingeweiht war. Getreu dem Motto ‚Frauenpower trifft Sägemehl‘ Begleitet wurden wir vom unverkennbaren Schwinger-Maskottchen Housi. Ob Kurz, Brienzer oder Wyberhaken – unsere Riege stand dem Original in nichts nach und fegte mit geballter Kraft durch den Tag!“ Trotz diesem Hinweis hatten wir keine Ahnung was uns erwarten würde.
Die Route führte über Affoltern am Albis und Bern in Richtung Berner Oberland. Das Frühstück am Platz. Der Duft von «frisch gebrühtem» Kaffee und knusprigen Brötchen absolut perfekt. Unterwegs im Zug durfte ein kulinarischer Znüni nicht fehlen: Bea verwöhnte die Truppe mit einem super feinen, selbstgebackenen Zopf, während Sandra frisch geschnittene Wurst und Käse servierte. Auch der Durst kam nicht zu kurz, denn die mitgebrachten Sektgläser wurden fleissig mit Weisswein gefüllt – gefolgt von Röteli oder Appenzeller, um auf das kommende Abenteuer anzustossen, bevor die Truppe schliesslich das Geheimziel Gstaad erreichte.
Modischer Auftritt und Festbankstimmung
Für Aufsehen sorgte die Truppe bereits bei der Ankunft durch ihr einheitliches Outfit. Die traditionellen Edelweisshemden, kombiniert mit leuchtend roten Jungjodlertüchli, zogen die Blicke auf sich beim Besuch des stimmungsvollen Jungschwingfest in Gstaad. Dass eines der Tüchli dank Monika eine unfreiwillige Vorwäsche in einer Toilette erlebte, tat der Stimmung keinen Abbruch. Zu Fuss ging es weiter in die gemütliche Jugendherberge nach Saanen. Als alle Ready waren, fuhren wir wieder nach Gstaad. Nach einem gemütlichen Beisammensein im Festzelt mit Abendessen und sehr nervösem Kellner (war er wohl von den vielen Frauen überfordert) liessen die 14 Frauen den Abend beim Fussballschauen und Fachsimpeln in der Bar mit einem grünen Absacker ausklingen. Per Zug ging es zurück nach Saanen, wo in drei Zimmern – inklusive einer liebevoll eingerichteten «Schnarch-Oase» – Kraft für den nächsten Tag getankt wurde.
Höhenflüge und Polit-News auf dem Gipfel
Der zweite Tag startete sportlich auf dem Horneggli. Trotz geschlossener Sessellifthaube bei einem Sessel, aber laut Lisa müsse das so sein, entschädigte die anschliessende Höhenwanderung zum Rinderberg mit einer Traumkulisse. Für eine grosse Überraschung auf dem Gipfel sorgte Sandra, die mit einer fulminanten Aufholjagd die Führung übernahm und die sonst so schnelle Vreni Beerli, auf die Plätze verwies, Vreni Beerli sass mit den anderen auf einem Bänkli. Oben angekommen, durfte der wohlverdiente Gipfeltrunk natürlich nicht fehlen. Mitten in dieses feierliche Anstossen platzte die sensationelle Nachricht aus der Heimat: Sven Kammer wurde zum neuen Gemeindepräsidenten von Hausen am Albis gewählt. Die Freude auf dem Gipfel war riesig – ganz besonders natürlich bei seiner stolzen Mutter Edith, die als Neuling in der Turnergruppe mitreiste. Nach einer herzhaften Stärkung im Bergrestaurant und der komfortablen Talfahrt mit der Gondel trat die Frauenriege müde, aber glücklich die Heimreise per Zug an. Ein ganz herzlicher Dank der Teilnehmerinnen geht an das OK Team Bea und Sandra, die die 14 Frauen perfekt durch dieses unvergessliche Wochenende manövriert haben.
Edith Mérel








